Ein Tag mit Gretel
Zur Info: Gretel ist nicht mein
Haustier, sie kommt nur zu Besuch.
Wer es noch nicht weiß, ich hatte auf dem Grundstück ein Eichhörnchen (siehe in meiner Galerie unter Hansi), das nach einiger Zeit der Erziehungsphase so zutraulich wurde, dass es zum Fenster rein kam und sich von meinem Küchentisch und aus meiner Hand seine Walnuss oder Haselnüsse holte. Das wird manchem von Euch vielleicht nicht so außergewöhnlich erscheinen, aber zum Unterschied von Eichhörnchen die in städtischen Parkanlagen den Umgang mit Menschen gewöhnt sind, sind freilebende Eichhörnchen sehr scheu! Eines Tages aber kam mein Hansi nicht mehr und ich vermute, er hatte die Strasse überquert und war von einem Auto überfahren worden. Mir fehlte der herzige Kerl wirklich sehr und wochenlang hoffte ich, dass er doch wieder auftauchen würde aber er kam nicht mehr. Fallweise hatte ich früher noch ein zweites Eichhörnchen gesehen, aber es war extrem scheu und bei der kleinsten Bewegung flüchtete es. So wie bei meinem Hansi legte ich anfangs eine Walnuss auf das Fenstersims, aber sie blieb tagelang dort liegen. Vielleicht beherrschte dieses Eichhörnchen auch nicht das Hochklettern an der senkrechten Hauswand. Dann eines Tages mein großes Erfolgserlebnis. Ich sah draußen auf dem Sims das Eichhörnchen. Ich ging vorsichtig zum Fenster um es zu öffnen (der Hansi wartete schon immer, eingelassen zu werden), aber kaum sah es meinen Schatten war es auch schon weg und kam auch später nicht mehr zurück. Alle meine „Dressur"- Versuche ala Hansi schlugen fehl und nach einigen Wochen gab ich auf. Um diese Geschichte etwas abzukürzen: Irgendwann hatte „Madame Schüchtern“ doch noch ihre Scheu überwunden und heute kommt die „Gretel“ wie ihr Vorgänger zum Fenster rein und ist noch zutraulicher und vor allem neugieriger als der Hansi, typisch Frau! Inzwischen kennt sie nicht nur die Küche, sondern auch schon andere Räume.
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