Mein Küchentisch oder die Futterkrippe
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Da gibt es bei mir einen Tisch und dieser ist genau so multifunktionell, wie der Raum in dem er steht. Den Raum nenne ich der Einfachheit halber Küche, der Tisch dient als Ess-, Bastel- und Arbeitsplatz, auch ein PC samt Monitor steht dort und auch ein Telefon. Außerdem ist er so eine Art Futterkrippe, wo sich schon meine Eichhörnchen ihre Nüsse geholt hatten. Seit einiger Zeit kommt auch mein Gregor, der Amselmann dort hin.

Auf dem Fenstersims draußen stehen zwei nicht mehr benutzte Aschenbecher. In einem befinden sich geteilte Haselnüsse oder Walnussstücke für ein Meisenpärchen, im zweiten Rosinen für meinen "Gregor" und seine namenlose Frau. Nicht viel, nur so zum Naschen zwischendurch. Eines Tages war der Futternapf leer und er saß auf dessen Rand, sah herein und machte sich bemerkbar. Unser Kommunizieren besteht aus "piep" seinerseits und "Bussi schicken" meinerseits. Aber er hat mir auch schon eine Arie vorgetrillert! Ich legte also bei offenem Fenster einige Rosinen auf das Fensterbrett und ein paar auch auf meinen Tisch. An die letzteren zu kommen, das erforderte zwar etwas Mut und anfangs ging ich immer etwas weiter weg vom Fenster, aber heute lässt er mich schon bis zu einem Meter an sich heran und man merkt, dass es ihm sogar Spaß macht. Zu Ostern 2007 aber stieg der Verbrauch an Rosinen stark an. Er stopfte sich immer den Kropf voll, flog ab und kam kurz danach schon wieder zurück. Da klingelte es in meinem Oberstübchen und ich suchte nach seinem Nachwuchs im Garten, es waren zwei. Die beiden schwanzlosen Dinger mit ihren aufgeplusterten Federn saßen meist irgendwo versteckt unter einem Fichtenzweig oder hockten unbeweglich in einem Winkel hinter dem Haus und einmal wäre ich fast über eines gestolpert, als ich um die Ecke kam. Wenn der Papa in der Nähe war, hatten sie sofort den Schnabel weit offen, warteten auf einen Happen oder hüpften hinter ihm her. Fliegen konnten sie zwar noch nicht, aber ein wenig flattern das schafften sie schon. Irgendwann muss es aber Schluss sein, mit dem gefüttert werden und Gregor zeigte ihnen, wo es die guten Rosinen gibt und auch wie man an sie ran kommt! Ich war früher CB-Funker und die Antennen samt Kabeln gibt es noch und diese Kabel sind die erste Anflugstation. Einmal saßen sie dort zu dritt, aber das Foto hab ich leider verhaut! Dann weiter auf das dünne Seil, mit dem ich mein Futterhäuschen ein- und ausfahren kann und dann ein kleiner Sprung hinunter auf das Fenstersims, wo die "Futter-Aschenbecher" stehen. Wenn es dort nichts mehr zu holen gibt, dann hinauf auf das Fensterbrett. Aber von dort auf den Tisch hinunter zu kommen, ist gar nicht so einfach! Fliegen oder hüpfen das ist jetzt die Frage. Vorletztes Foto. Einmal hatte mein Gregor auch einen Wurm im Schnabel, vielleicht wollte er sich mit dieser Delikatesse bei mir bedanken. Da ich aber meinen Schnabel nicht öffnete, flog er wieder ab damit. Erstes Foto links in der dritten Reihe. Bezüglich Qualität der Fotos bitte ich um Nachsicht, ich musste meist rasch den Auslöser drücken!

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