Gedanken über unsere Zukunft
Ist es die zunehmende Verschmutzung der Atmosphäre, sind es Strahlen aus dem All, liegt es an der heutigen Art der Erziehung, man nennt es antiautoritär, oder ist es der Wohlstand der uns zu Egomanen gemacht hat?
Wir reagieren
jedenfalls heute wesentlich sensibler als früher und das Verhalten dem Anderen
gegenüber ist von steigender Aggressivität geprägt. Eine nicht ganz ungefährliche
Entwicklung! Vieles, was wir früher mehr oder weniger freiwillig, aber trotzdem
gemacht haben, weckt heute in uns Widerstand. Man ist nicht mehr gewillt,
widerspruchslos hinzunehmen. Da gab es beispielsweise den Gehorsam den Eltern
gegenüber, man nannte es auch Ehrfurcht. Wobei das Wort Gehorsam heute schon
richtig überholt klingt und früher oder später aus unserem Wortschatz
verschwunden sein wird. Auch Toleranz und Verständnis hat bei weitem nicht mehr
den Stellenwert wie früher. Ich kenne eigentlich niemanden, mich
eingeschlossen, der nicht mit irgend einem seiner Nachbarn, Freunde oder
Verwandten im clinch liegt. Wenn man sich vorstellt, so wie früher in einer Großfamilie
zu leben, wo Eltern, Kinder, Schwiegerkinder, Enkel und auch Großeltern unter
einem Dach lebten, ich glaube es würde in einer kleineren Katastrophe
enden! Auch die immer größer werdende Scheidungsrate ist das Resultat dieser
Entwicklung und sie setzt sich fort bei Ländern, Volksgruppen usw.
Jahrzehnte- sogar Jahrhunderte lang lebte man in Frieden zusammen und auf einmal
erinnert man sich wieder früherer Landesgrenzen, eigener Dialekte, eigenem
Brauchtum und der anderen Religionszugehörigkeit! Plötzlich ist es
einfach unmöglich geworden, mit dem Andern noch zusammen zu leben. Dies könnte
auf lange Sicht auch eine Bewährungsprobe für das nun vereinte Europa
darstellen!
Wenn man nun diese weltweite Entwicklung auf die Zukunft bezogen in eine Art von
Wahrscheinlichkeitsrechnung umlegt, sieht diese Zukunft nicht rosig, sondern
eher anthrazitgrau bis schwarz aus. Vielleicht ist es aber auch Bestimmung
und wir wurden so "programmiert", um uns nach Ablauf einer bestimmten
Zeit selbst wieder auszulöschen, um einer neuen Lebensform Platz zu machen.